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EDITORIAL
Buenos Aires als Genussdestination
Liebe Abonnentinnen und Abonnenten
Vor kurzem besuchte ich als Journalistin für den Tages-Anzeiger die Stadt Buenos Aires. Ich ging für den Artikel der Frage nach: Wieso ist Buenos Aires derzeit so angesagt und was treibt die Porteños, wie die Stadt-Bewohner genannt werden, an, so kreativ zu sein. Zu lesen ist der Artikel auf der Website des Tagi>
Durch die Stadt führte mich Myron Bingham von Gaucho Delux – er kennt sich nicht nur bei bestem argentinischem Rindfleisch aus (das importiert er in die Schweiz), sondern auch in Buenos Aires.
Für euch habe ich natürlich auch kulinarisch Augen und Ohren (und Mund!) offengehalten. Nun, es ist nicht so, dass Argentinien schon zuoberst auf der Gourmet-Weltrangliste steht; aber das Land arbeitet daran. Ein paar kulinarische Highlights habe ich in diesem Newsletter für euch zusammengetragen.
Saludos und hasta luego
Esther Kern Geschäftsführerin waskochen.ch
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Eine Entdeckung: Peruanische Küche
Vorab ein Highlight, das eigentlich gar nicht nach Argentinien passt - und irgendwie halt doch. Göttlich gespiesen haben wir im Sipan, einem peruanischen Restaurant und Takeaway. Die peruanische Küche ist sowohl in Nord- als auch in Südamerika sehr im Kommen. In Buenos Aires gibts es diverse angesagte peruanische Restaurants, bekannt zB. das Osaka, das vom Sipan-Chef Jose Castro-Mendivil mitgegründet wurde.
Was aber macht die peruanische Küche so attraktiv? Jose Castro-Mendivil nannte uns mehrere Gründe. Einerseits können die Peruaner auf ein reichhaltiges Lebensmittelangebot zurückgreifen: Die Natur reicht von Urwald über Anden bis hin zu Ozean. In Peru gibt es beispielsweise meditterrane Pflanzen wie Olivenbäume ebenso wie tropische Früchte oder auch fangfrischen Fisch. Andererseits wurde die Küche beeinflusst von japanischen, chinesischen, afrikanischen Einwanderern. Dazu kommt die heimische andine Küche. So isst man im Sipan etwa Kartoffeln und Reis mit Chilli-Sauce, peruanisch adaptierte Sushi/Nigiri (Bild) mit fruchtiger Sauce, dann ein chinesisches Rindfleisch. Alles irgendwie bekannt, jedoch neu adaptiert. Und natürlich auch Ceviche, das südamerikanische Nationalgericht schlechthin: roh in Zitronen- oder Limonensaft marinierter Fisch.
Als Getränk dazu: ein Pisco-Sour. Pisco ist eine Art peruanischer Grappa. Er wird gemixt mit Limettensaft, Zuckersirup und Eiweiss. Offenbar entspricht er einer Abwandlung von Whisky Sour – nur uns hat er viel besser geschmeckt! Wir gehen jetzt mal hinter unseren Grappavorrat...
Foto: Courtesy of Sipan
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Traditionelles Argentinien I: Beef und Asados
Wenn von argentinischer Küche die Rede ist, darf natürlich das Rindfleisch nicht fehlen. Argentinier essen selber sehr viel Fleisch, bevorzugt in Form von Asados, wie Grillparties dort genannt werden. Natürlich schmeckt das Asado im Land, wo es herkommt, am besten. Wer sich keinen Argentinien-Trip leisten kann, dem empfehlen wir das Beef von Gaucho delux (Online oder per Telefon bestellen und an die Haustür geliefert). Und: Eben noch führte uns Gaucho Myron durch Buenos Aires, ab 11. Mai steht er mit Gaucho Sascha jeden Montag Abend auf der Terrasse der Zürcher Kaufleuten-Lounge am Grill. Try it out!
Einen Vorgeschmack auf die Gauchos gibt es in unserem Rezeptarchiv:
Entrecote Gaucho delux von Sascha>
Uccellini scappati (Fleischvögel) von Myron>
Und auch Vegetarier kommen bei den Gauchos auf ihre Kosten:
Weisse Spargeln mit Hollandaise von Sascha>
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Luxus: Speisen unter Starcks Einhörnern
Da Argentinien für unsere Verhältnisse immer noch recht günstig ist, lohnt es sich, auch die besseren Foodadressen auszuchecken. Wir waren im «Bistro» im Hotel Faena (Bild) und im 647 Dinner Club in San Telmo.
Das Faena ist ein Werk von Philippe Starck. Im Bistro wird man von 14 Einhornköpfen mit roten Augen empfangen – und von Chefkoch Mariano Cid de la Paz, einem Schüler des spanischen Molekularpapstes Ferrán Adriá. Die Küche ist entsprechend molekular-angehaucht. Cid de la Paz serviert beispielsweise eine dekonstruierte Empanada: Statt im Teig liegen die Zutaten auf dem Teller, das Fleisch ist verflüssigt und wieder verfestigt worden.
Im 647 Dinner Club werden traditionelle Speisen modern interpretiert. Wir probierten Mollejas, also Milken, und zwar solche vom Gitzi: ausgezeichnet!
Mehr Infos zu Hotel Faena/«Bistro»>
Mehr Infos zu 647 Dinner Club>
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